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Was ist eine Teilzeitausbildung?

Rechtliche Grundlage § 8 BBiG

Gemäß § 8 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) kann bei berechtigtem Interesse eine Teilzeitberufsausbildung auf gemeinsamen Antrag der Auszubildenden und des Ausbildungsbetriebs vereinbart und die tägliche oder wöchentliche Arbeitszeit verkürzt werden.

Berechtigtes Interesse besteht zum Beispiel

- bei der Betreuung eines eigenen Kindes,
- bei der Pflege naher Angehöriger oder
- bei vergleichbar schwerwiegenden Gründen (wie z. B. gesundheitlichen Einschränkungen).

 

Ausbildungszeit und -dauer

Welche Reduzierung der täglichen oder wöchentlichen Ausbildungszeit ist möglich?
Das Berufsbildungsgesetz hat keine konkrete Untergrenze für die Verkürzung der Ausbildungszeit festgelegt. Jedoch soll die wöchentliche Mindestausbildungszeit von 25 Stunden nicht unterschritten werden. Es ist im Einzelfall zu prüfen, ob eine tägliche oder wöchentliche Reduzierung der betrieblichen Ausbildungszeiten in Betracht kommt. Bei der Festlegung der Ausbildungszeiten ist zu beachten, dass die Auszubildenden realistisch mit den Betriebsabläufen vertraut gemacht werden und in die betriebliche Praxis eingebunden werden können.

Die Gesamtausbildungsdauer in der Teilzeitausbildung ist identisch mit der der jeweiligen Vollzeitausbildung. Jedoch kann im Einzelfall geprüft werden, ob eine Verlängerung der Gesamtausbildungsdauer erforderlich ist, um das Ausbildungsziel zu erreichen. Diese Entscheidung kann auch während der laufenden Ausbildung getroffen werden. Im Rahmen einer Teilzeitausbildung findet der Berufsschulunterricht in Vollzeit statt.